LEITFADEN

Elliott-Wellen-Theorie erklärt (2026): Trends erkennen und Krypto smarter traden

Coinrithm Team
16 Min. Lesezeit

Die Elliott-Wellen-Theorie ist eines der am häufigsten missverstandenen Tools in der technischen Analyse. Manche Trader behandeln sie wie eine Kristallkugel. Andere lehnen sie als „zu subjektiv“ ab.

Die nützliche Wahrheit liegt dazwischen: Elliott Wave ist ein Framework, um Trendrichtung zu erkennen, einzuordnen, wo du im Zyklus stehst, und klare Invalidation-Level zu definieren. Als Entscheidungshilfe (nicht als Prophezeiung) kann sie dir helfen, Krypto konsistenter zu traden.

Wenn du dir schon mal gedacht hast: „Krypto ist chaotisch – es pumpt, dumpt und dreht ohne Vorwarnung“, startet Elliott mit einer simplen Annahme: Märkte bewegen sich oft in wiederkehrenden Wellenstrukturen, die von Massenpsychologie getrieben sind.

In diesem Guide lernst du:

  • Was die Elliott-Wellen-Theorie ist (einfach erklärt)
  • Wie du Impuls vs Korrektur erkennst
  • Die 3 Regeln, die du einhalten musst (plus hilfreiche Guidelines)
  • Wie Fibonacci-Zonen bei Zielen und Pullbacks helfen
  • Eine praktische Schritt-für-Schritt-Methode, um Wellen auf Krypto-Charts zu zählen
  • Wie du aus einer Wellenzählung einen Trade-Plan machst (Entry, Stop, Ziele)

Du kannst Elliott mit jedem Trading-Stil kombinieren, aber es funktioniert am besten mit sauberem Risikomanagement und einem klaren Workflow. Wenn du zuerst ein breiteres Fundament willst, lies unseren Guide zu Fundamentalanalyse vs Technische Analyse bei Krypto.

Für eine anfängerfreundliche externe Einführung ist BabyPips sehr gut: BabyPips – Elliott Wave Theory. Für formellere Terminologie (Degrees, Varianten, Impuls/Korrektur) ist Elliott Wave International eine bekannte Referenz: elliottwave.com.

TL;DR

  • Impulswellen (Trend): meist in einer 5-Wellen-Struktur (1-2-3-4-5).
  • Korrekturwellen (Pullback): meist in einer 3-Wellen-Struktur (A-B-C).
  • 3 Kernregeln im Impuls: Welle 2 darf nicht unter den Start von Welle 1; Welle 3 darf nicht die kürzeste von 1/3/5 sein; Welle 4 darf Welle 1 im Standard-Impuls nicht überlappen.
  • Fibonacci ist ein Messwerkzeug, keine Magie: typische Retracements sind 38,2%–61,8%; typische Extensions sind z. B. 1,618×.
  • Deine Zählung braucht eine klare Invalidation. Wenn du nicht definieren kannst „hier liege ich falsch“, ist es noch kein Setup.

Inhaltsverzeichnis


Was ist die Elliott-Wellen-Theorie

Die Elliott-Wellen-Theorie (EWT) ist ein Framework der technischen Analyse, das beschreibt, wie Preise oft in wiederkehrenden Zyklen verlaufen – getrieben von Psychologie und Verhalten der Marktteilnehmer.

Statt Preisbewegungen als zufällig zu sehen, beschreibt Elliott typischerweise ein Wechselspiel zwischen:

  • Trendphasen (gerichtete Bewegung)
  • Korrekturphasen (Pullback, Konsolidierung, Range/Chop)

In Krypto wirken diese Phasen oft deutlicher, weil das Sentiment extremer ist.

Kernidee: Massenpsychologie in Wellen

Eine einfache Art, Elliott zu verstehen, ist Teilnahme:

  • Start: wenige Akteure bewegen den Preis (Welle 1)
  • Pullback: Zweifel und Gewinnmitnahmen (Welle 2)
  • Expansion: die Masse kommt rein, Momentum beschleunigt (Welle 3)
  • Pause: Markt „verdaut“, rotiert, konsolidiert (Welle 4)
  • letzter Push: Späte Käufer jagen, Aufmerksamkeit steigt (Welle 5)

Danach korrigiert der Markt (A-B-C), während Euphorie abkühlt und Preis wieder Balance sucht.

Das ist keine perfekte Zukunftsvorhersage. Es ist ein Rahmen, um praktische Fragen zu beantworten:

  • Sind wir im Trend oder in einer Korrektur?
  • Sind wir eher am Anfang, in der Mitte oder am Ende eines Zyklus?
  • Wo liegt das logischste Invalidation-Level?

Elliott-Struktur: Impuls vs Korrektur

In der „klassischen“ Darstellung sieht die Struktur so aus:

  • Impuls (Trend): 5 Wellen (1-2-3-4-5)
  • Korrektur (gegen den Trend): 3 Wellen (A-B-C)

Elliott-Wellen-Struktur – 5-Wellen-Impuls gefolgt von einer ABC-Korrektur

Impulswellen (1-2-3-4-5)

Ein Impuls ist die Hauptbewegung im Trend. In einem bullischen Impuls:

  • Wellen 1, 3 und 5 laufen mit dem Trend
  • Wellen 2 und 4 sind Pullbacks gegen den Trend

In einem bärischen Impuls ist das Muster umgedreht.

Ein praktischer Takeaway: Welle 3 ist oft die stärkste und längste, besonders in Krypto-Trends mit hohem Momentum.

Korrekturwellen (A-B-C)

Eine Korrektur ist die Gegenbewegung nach einem Impuls. Die häufigste einfache Korrektur ist A-B-C:

  • A: erster Abverkauf / erster Pullback
  • B: Rebound, der oft „täuscht“ (Trend wirkt zurück)
  • C: letzte Abwärtswelle, die die Korrektur abschließt

Korrekturen können simpel oder komplex sein (Zigzags, Flats, Triangles). Du musst nicht jede Variante auswendig lernen – wichtig ist zu erkennen, ob der Markt sauber trendet oder seitwärts „überlappt“.

Warum Elliott oft gut zu Krypto passt

Krypto ist stark sentiment-getrieben, und Sentiment verläuft oft in Zyklen:

  • Hype und Narrative verbreiten sich schnell
  • Panikverkäufe in Drawdowns
  • FOMO-Käufe an Ausbrüchen
  • Herdentrieb rund um „runde“ Level und Headlines

Weil Elliott ein Psychologie-First-Framework ist, finden viele Trader die Impuls/Korrektur-Linse gerade in Krypto besonders nützlich.

Die 3 Elliott-Regeln (nicht verhandelbar)

Wenn du nur eine Sache mitnimmst: Diese Regeln. Ein gültiger Impuls-Count muss sie einhalten (Standard-Impuls, nicht Ausnahmen und fortgeschrittene Varianten).

Elliott-Wellen-Regeln – 3 Kernregeln und wichtige Guidelines auf einen Blick

Regel 1: Welle 2 darf nicht unter den Start von Welle 1

Im Aufwärtstrend darf Welle 2 nicht unter den Startpunkt von Welle 1 fallen. Passiert das, ist deine Zählung falsch (oder du bist auf einem anderen Timeframe/Degree).

Regel 2: Welle 3 darf nicht die kürzeste von 1, 3 und 5 sein

Welle 3 ist oft die stärkste, aber die strikte Regel ist einfacher: Sie darf nicht die kürzeste der drei Impulswellen sein.

Regel 3: Welle 4 darf Welle 1 im Standard-Impuls nicht überlappen

In bullischen Standard-Impulsen fällt Welle 4 typischerweise nicht in das Preisgebiet von Welle 1. Wenn es stark überlappt, kann es sein, dass du gerade siehst:

  • einen anderen Korrekturtyp
  • eine Diagonale (fortgeschritten)
  • eine Range/Chop-Phase, in der Labels erzwungen wirken

Wichtige Guidelines (praktisch, nicht perfekt)

Guidelines sind keine „Muss“-Regeln, aber sie helfen enorm, zwischen zwei plausiblen Counts zu wählen.

Guideline: Alternation zwischen Welle 2 und Welle 4

Wenn Welle 2 scharf ist (schnell, tief), ist Welle 4 oft seitwärts (langsam, flach) – und umgekehrt. Das hilft, Pullbacks realistischer zu erwarten.

Guideline: Welle 3 extendet häufig

In starken Trends läuft Welle 3 oft weiter als Welle 1 und Welle 5. Wenn Momentum deutlich expandiert, kann es sein, dass du in Welle 3 (oder etwas Ähnlichem) bist.

Guideline: Wellen-Beziehungen clustern oft um Fibonacci-Zonen

Fibonacci erzeugt keine Bewegung, aber es zeigt oft, wo Orders clustern. Elliott nutzt Fibonacci, um:

  • Retracements von Welle 2 und Welle 4 zu messen
  • Extensions für Welle 3 und Welle 5 zu projizieren
  • wahrscheinliche Zonen für Welle C zu identifizieren

Wie Fibonacci in Elliott passt

Fibonacci ist am einfachsten, wenn du es als Zonen betrachtest – nicht als einzelne „magische“ Preise.

Fibonacci-Zonen in Elliott – typische Retracement- und Extension-Bereiche für Wellen 2, 3, 4 und 5

Wenn du neu bei Fibonacci bist, ist dieser Überblick ein guter Start: Fibonacci retracement (Investopedia). (Als Messhilfe nutzen, nicht als Vorhersage.)

Typische Retracement-Zonen (Welle 2 und Welle 4)

Zonen, die du immer wieder siehst:

  • 38,2% (flacher Pullback in starken Trends)
  • 50% (häufiges Mean-Reversion-Level)
  • 61,8% (tieferer Pullback, der den Trend oft noch intakt lässt)

Welle 2 retraced häufig stärker als Welle 4 – aber das ist kein Gesetz. Struktur und Invalidation kommen zuerst, Fibonacci ist danach Bestätigung.

Typische Extension-Zonen (Welle 3 und Welle 5)

Häufige Projektionen in Elliott:

  • 1,618× von Welle 1 (oft als Zone für Welle 3)
  • 2,618× von Welle 1 (in sehr starken Trends)

Für Welle 5 schauen viele Trader z. B. auf:

  • Welle 5 ~ Welle 1 (Gleichheit)
  • Welle 5 als Fibonacci-Extension aus Wellen 1–3

Nochmals: Zonen und Wahrscheinlichkeiten, keine Garantien.

Elliott-Wellen in Krypto zählen (Schritt für Schritt)

Wellen zählen wird „subjektiv“, wenn man ohne Prozess arbeitet. Hier ist eine Methode, die du auf jedem liquiden Krypto-Chart (BTC, ETH, Majors) wiederholen kannst.

Schritt 1: Timeframe wählen und immer nur einen Degree zählen

Starte auf einem höheren Timeframe (z. B. 1D oder 4H), um die grobe Struktur zu finden. Zoome erst dann rein (1H / 15m), wenn du eine Unterwelle innerhalb einer größeren Welle labeln willst.

Wenn du mitten im Count ständig die Zeitebene wechselst, „reparierst“ du Labels nur noch, damit sie zur letzten Kerze passen.

Schritt 2: Trend oder Korrektur erkennen

Frag dich:

  • Machen wir höhere Hochs/höhere Tiefs (Aufwärtstrend) oder niedrigere Hochs/niedrigere Tiefs (Abwärtstrend)?
  • Überlappt Preis stark, scheitern Breakouts und der Chart ist „choppy“ (Korrektur/Range)?

Wenn es überlappt und messy ist, zwing keine 1-2-3-4-5 rein.

Schritt 3: Den offensichtlichsten Impuls-Swing finden

Suche die sauberste gerichtete Bewegung mit Momentum-Expansion. Label sie als Kandidat für Welle 1 oder Welle 3 und arbeite dich dann nach außen:

  • Wenn du denkst, es ist Welle 3, sollte Welle 2 davor sichtbar sein und Welle 4 danach kommen.

Schritt 4: Die 3 Regeln prüfen

Bevor du „Feintuning“ machst, teste zuerst die Regeln:

  • Welle 2 bricht nicht den Start von Welle 1
  • Welle 3 ist nicht die kürzeste
  • Welle 4 überlappt Welle 1 nicht (Standard-Impuls)

Wenn eine Regel bricht, brauchst du eine andere Struktur oder einen anderen Degree.

Schritt 5: Fibonacci als Mess-Check nutzen

Miss:

  • Retracement von Welle 2 (landet es in einer typischen Zone?)
  • Extension von Welle 3 (sieht es aus wie eine extendete Welle?)
  • Retracement von Welle 4 plus Alternation vs Welle 2

Das „beweist“ den Count nicht, aber es hilft, zwischen zwei Optionen die realistischere zu wählen.

Schritt 6: Invalidation definieren (der wichtigste Schritt)

Dein Count muss dir sagen, wo du falsch liegst.

Beispiele:

  • Wenn du einen Welle-2-Pullback kaufst, liegt Invalidation oft unter dem Start von Welle 1
  • Wenn du eine Welle-4-Konsolidierung tradest, liegt Invalidation im Standard-Impuls oft im Preisgebiet von Welle 1

Wenn du keine Invalidation definieren kannst, ist es noch kein Trade-Setup.

Krypto mit Elliott handeln (Setups + Risiko)

Elliott-Wave-Trading ist nicht „Welle 1 kaufen, Welle 5 verkaufen“. Es geht um Struktur, Timing und Risiko.

Elliott-Wave-Trading-Workflow – von Struktur über Invalidation bis Entry/Stop/Ziel

Setup 1: Trendfortsetzung nach Welle 2 (klassisch)

Ziel: Früh in eine mögliche Welle 3 rein.

Worauf achten:

  • eine klare Welle 1 nach oben
  • ein Welle-2-Pullback, der den Start von Welle 1 respektiert
  • ein Struktur-/Momentum-Shift, der auf ein Ende des Pullbacks hindeutet

Risiko-Idee:

  • Invalidation liegt oft unter dem Start von Welle 1 (oder unter dem Welle-2-Tief, je nach Regelwerk)

Ziel-Idee:

  • Nutze Extensions aus Welle 1, um wahrscheinliche Welle-3-Zonen zu projizieren, dann aktiv managen.

Setup 2: Breakout nach Welle 4 (Kompression → Expansion)

Ziel: Den Move in Welle 5 (oder eine extendete Fortsetzung) erwischen.

Worauf achten:

  • starke Welle 3
  • seitwärts laufende Welle-4-Konsolidierung mit Overlap
  • Breakout mit Volumen/Volatilität

Risiko-Idee:

  • Invalidation liegt oft unter dem Range-Low von Welle 4 (oder bei Überlappung in Welle 1, je nach Struktur)

Ziel-Idee:

  • Ziele als Zonen definieren (z. B. Gleichheit Welle 5 ~ Welle 1 oder Extensions aus 1–3).

Setup 3: ABC-Korrektur als „Reset“ erkennen (Risiko zuerst)

Ziel: Vermeiden, Pullbacks als „Trend ist vorbei“ zu missinterpretieren – und bessere Entries zu finden, wenn die Korrektur ausläuft.

Worauf achten:

  • Impuls ist abgeschlossen
  • Preis korrigiert in 3 Swings (A-B-C) statt sauber weiter zu trendieren
  • die Struktur wird wieder „trendy“ (Break von Korrekturstruktur, Higher Low etc.)

Risiko-Idee:

  • Invalidation kommt aus der Struktur (z. B. unter dem letzten Swing-Low), nicht aus Hoffnung.

Häufige Fehler (und wie du sie vermeidest)

Elliott geht schief, wenn man Labels erzwingt.

Fehler: In Chop eine saubere 1-2-3-4-5 erzwingen

Wenn Kerzen stark überlappen, Breakouts scheitern und der Chart „zäh“ ist, ist das oft Korrektur/Range. In solchen Phasen ist eine einfache Struktur-Lesung (Trend vs Range) meist wertvoller als ein detaillierter Count.

Fehler: Timeframes im Count wechseln, bis es „passt“

Wenn du ständig Degree/Timeframe wechselst, machst du aus Analyse eine Story. Entscheide dich für einen Degree und arbeite konsequent.

Fehler: Keine Invalidation definieren

Ohne „ich liege hier falsch“ ist es kein Setup. Elliott ist besonders stark, wenn es dir klare Invalidation liefert.

Grenzen der Elliott-Theorie

Elliott ist mächtig – aber nicht perfekt:

  • Counts können subjektiv sein: Mehr als eine Interpretation kann plausibel sein, besonders in komplexen Korrekturen.
  • Degrees überlappen: Was auf 15m wie „Welle 5“ aussieht, kann auf 4H „Welle 1“ sein.
  • Kein Standalone-Signal: Viele Trader kombinieren Struktur mit Support/Resistance, Volumen und Momentum/Volatilität.

Die Lösung: Halte es simpel. Handle nur Zählungen, die klare Invalidation liefern, und erzwing keine Labels in choppigen Phasen.

Cheat Sheet (Regeln, Struktur, Fibonacci)

Nutze diese Kurzreferenz, um Counts geerdet zu halten.

Thema Faustregel
Impulsstruktur 5 Wellen: 1-2-3-4-5 (Trend)
Korrekturstruktur 3 Wellen: A-B-C (gegen Trend)
Kernregeln Welle 2 bricht nicht Welle-1-Start; Welle 3 ist nicht die kürzeste; Welle 4 überlappt Welle 1 nicht (Standard-Impuls)
Typische Welle-2-Zone Oft 50%–61,8% Retracement (variiert nach Trendstärke)
Typisches Welle-3-Ziel Oft ~1,618× Welle 1 (als Zone betrachten)
Best Practice Immer Invalidation vor Entry definieren

Tools, die das Zählen erleichtern

Du brauchst keine 12 Indikatoren. Ein sauberer Workflow gewinnt oft:

  • Market-Structure-Tools: Swing-High/Low-Markierungen, Trendlines, Channels
  • Fibonacci Retracement/Extension: Zonen messen und projizieren
  • Volumen/Volatilität: Expansion vs Kompression erkennen
  • Multi-Timeframe-View: Degree konsistent halten

Manche nutzen Momentum-Indikatoren (z. B. RSI) als sekundäre Bestätigung (Divergenzen nahe Welle 5 sind ein Klassiker), aber dein Count sollte zuerst ohne Extras funktionieren.

Üben ohne Risiko

Der schnellste Weg, besser zu zählen, ist Wiederholung:

  1. Wähle ein liquides Asset (BTC oder ETH)
  2. Entscheide dich für einen primären Timeframe (4H oder 1D)
  3. Markiere Impuls vs Korrektur
  4. Schreib deine Invalidation auf
  5. Beobachte, was als Nächstes passiert

Wenn du Execution ohne Risiko üben willst, starte mit Paper Trading und behandle deinen Count als Hypothese, die du testest. Coinrithms Blog ist genau für diesen Workflow gedacht: Konzept lernen, testen, iterieren.

Du kannst außerdem Coinrithms Markt-Tools nutzen, um Kontext über Assets und Timeframes zu behalten:

FAQ

Funktioniert Elliott Wave in Krypto „genau“?

Es kann in Krypto sehr nützlich sein, weil sentiment-getriebene Moves oft klare Impulse und Korrekturen erzeugen. Aber „genau“ im Sinne von „immer richtig“ ist es nicht. Behandle es als Framework für Trend + Risiko und sei strikt bei Invalidation.

Welcher Timeframe ist am besten für Elliott?

Höhere Timeframes (4H, 1D, 1W) liefern meist die sauberere Struktur und weniger Noise. Niedrige Timeframes funktionieren auch, aber Counts ändern häufiger und erfordern engeres Risikomanagement.

Was sind die 3 Elliott-Regeln?

Im Standard-Impuls: (1) Welle 2 darf nicht über den Start von Welle 1 retracen, (2) Welle 3 darf nicht die kürzeste von 1/3/5 sein, (3) Welle 4 darf Welle 1 nicht überlappen.

Brauche ich Fibonacci für Elliott?

Nein, aber es hilft. Fibonacci ist vor allem ein Messwerkzeug, um typische Retracement-/Extension-Zonen zu schätzen und alternative Counts zu vergleichen.

Warum haben Trader unterschiedliche Counts?

Weil Märkte verschachtelte Strukturen über Timeframes (Degrees) haben und Korrekturen komplex werden können. Subjektivität reduzierst du durch Prozess und indem du nur Counts tradest, die klare Invalidation liefern.

Können Anfänger mit Elliott traden?

Ja – wenn du es simpel hältst: Impuls vs Korrektur erkennen, die 3 Regeln lernen, auf höheren Timeframes üben und klein (oder per Paper) traden.

Woher kommt die Elliott-Wellen-Theorie?

Sie wurde in den 1930ern von Ralph Nelson Elliott entwickelt, um wiederkehrende Marktzyklen zu beschreiben. Das meiste moderne Material baut auf dieser Basis auf und erweitert es um zusätzliche Muster und Begriffe.

Fazit

Elliott ist kein garantierter Forecast. Es ist ein Marktstruktur-Framework, das dir hilft:

  • Trend vs Korrektur zu erkennen
  • einzuordnen, wo du im Zyklus stehst
  • ein klares Invalidation-Level fürs Risiko zu definieren

Wenn du Elliott diszipliniert nutzt (und Labels nicht erzwingst), kann es Struktur in deine Krypto-Trading-Entscheidungen bringen.

Disclaimer: Dieser Artikel dient nur zu Bildungszwecken und ist keine Finanzberatung. Krypto-Trading ist risikoreich, und du kannst Geld verlieren.